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Artikel Tagged ‘Wandern’

Osterwanderung über den Rauenstein

8. Mai 2011 2 Kommentare

Am Ostersonntag war mal wieder eine kleine Wanderung geplant und um den Menschenmassen in der Sächsischen Schweiz zu entgehen, sollte es diesmal eine etwas abgelegene Route sein. Beim Stöbern im Netz habe ich diese Beschreibung des alten Flüchtlingswegs auf den Rauenstein gefunden. Der Weg führt vom Bahnhof Stadt Wehlen  über schöne Wiesen, durch dunkle Schlüchte an einem tollen Aussichtspunkt vorbei zum Gratweg auf dem Rauenstein. Vorn dort aus kann man auf ein Bier in die Rauensteinbaude einkehren und dann entweder an Nonne und Laasenstein vorbei nach Rathen absteigen, oder die Tour mit einem Aufstieg zum großen oder kleinen Bärenstein erweitern. (hierfür sein die Böhm-Karte Bastei empfohlen)

Reisetagebuch Harz Teil 4 (22.03.11)

22. März 2011 1 Kommentar

Huhu,

wir sind wieder da! :) Es ist zwar sehr schade, aber irgendwie doch sehr schön wieder zu Hause zu sein. Das größte Problem: Es gibt keinen Zimmerservice, der das Zimmer aufräumt und keinen Koch, der das Essen kocht. Sehr blöd! Jetzt aber zurück zum heutigen Tag, denn trotz Rückfahrt sind wir natürlich nicht untätig gewesen.

Wir haben heute die Gunst der Stunde genutzt und dann doch den Wecker zweimal klingeln lassen, bevor es ans Aufstehen ging. Da wir ja gestern schon alle Koffer großteils gepackt hatten, konnten wir uns das auch leisten! :) Wie immer gab es Frühstück und danach wurde dann ausgecheckt. Auf dem Plan stand jetzt die Besichtigung des Kyffhäuser-Denkmals. Fahrzeit sollte gut 1 Stunde betragen, sodass wir uns dachten, wir könnten ja den Harz noch etwas genießen und eine Landstraßentour auswählen. Gesagt – getan. Leider kam uns schon nach ca. 5 km ein Schwerlasttransporter vor den Kühler. Wir hatten (für alle hoffentlich verständlich) keine Lust die ganze Zeit hinten diesem Transport herzufahren, sodass wir uns eine Ausweichroute suchten. Nach weiteren 5 km kam auf dieser Strecke dann eine Vollsperrung, sodass wir dann wieder eine Ausweichvariante suchen mussten. Diese führte uns doch dann nicht wirklich in Richtung Rosstrappe, deren Besuch uns am Sonntag verwährt wurde. Wir scherzten schon über Schicksal und Karma und überlegten, ob wir vielleicht doch noch einen Abstecher machen sollten. Dies verworfen wir schon fast, als kurz vorm Abzweig ein weitere Schwerlasttransport vor uns auftauchte. Wenn das mal kein Zeichen ist, dachten wir uns! :) Daher sind wir doch noch zu unserem Besuch auf der Rosstrappe gekommen. (Tipp für alle, die vielleicht auch mal in den Harz wollen: Der Parkplatz an der Rosstrappe ist im Gegenteil zu dem am Hexentanzplatz kostenfrei und eignet sich ebenso als Startpunkt! :))


Nachdem wir dem Schicksal nachgegeben hatten, machten wir uns jetzt auf den Weg zu unserem eigentlichen Zielpunkt. Die Fahrt verlief ereignislos und wir kamen nach gut 1 Stunde bei der Barbarossahöhle an. (Ja, wir haben uns unterwegs entschlossen zuerst die Höhle zu besichtigen, da die Führung nur bis 4 Uhr angeboten werden.) Als wir um halb 1 an der Höhle ankamen, mussten wir also nur noch die Wanderstiefel schnüren und dann konnte es auch schon fast losgehen. Bedauerlicherweise war auch eine Schulklasse dabei. Das heißt ca. 15 Halbstarke, die meinten eine lustige Zeit in der Höhle haben zu können. Das wäre ja noch nicht so schlimm, wenn nicht zu so einer Schulklasse auch immer eine nervige besserwisserische Lehrerin gehören würde. Kennt ihr diese Lehrer, die sich ihr Wissen durch merkwürdige und überflüssige „nicht wahr?“-Fragen bestätigen lassen? Ja, genau eines dieser Exemplare hatten wir dabei. Nicht schlimm genug, dass Sie die Belehrungen zu Blitzlicht und Fotografie vollkommen ignorierte. Weiterhin musste diese Frau auch ständig dem Guide ins Wort fallen und sich ihr Wissen bestätigen lassen. Aber ansonsten war der Besuch der Höhle echt genial. Für doch sehr teuere 7,50 EUR bekamen wir sehr viel Wissenswertes über Gesteine und Felsformationen erklärt und sahen Naturspektakel, die es in keiner anderen Höhle in Europa gibt. Fazit auch von Leon war eindeutig positiv, weil es keine Tropfsteinhöhle war und wir doch wieder einiges lernen konnten.

Jetzt wollten wir uns natürlich noch dem letzen Programmpunkt unseres Urlaubs widmen – Das Kyffhäuserdenkmal mit der Reichsburg Kyffhausen

Nach gut 10 Minuten Fahrt kamen wir dann auch hier an und erkundeten die Reichsburg. Leider ist von der Reichsburg nicht mehr so viel übrig geblieben, da diese bereits im 12. Jahrhundert bestand und während der Erbauung des Kyffhäuserdenkmals für Kaiser Friedrich I teilweise abgerissen wurde. Aber trotzdem konnten wir noch einige romatische Stellen besichtigen. Aber sehr selbst:

Nach 2 sonnigen Stunden auf dem Denkmal und einige wissenswerte Details später traten wir den Weg in Richtung Auto an. Wusstet ihr übrigens, dass die Reichsburg den tiefsten Brunnen Europas besitzt? Und das Gemeine ist, dass nur die ersten 50 Meter von bezahlten Männern geschaffen wurden. Die restlichen 115 Meter haben Gefangene ausbauen müssen. Das ist noch nicht schlimm (zumindest für damalige Zeiten! ) aber das Gemeine ist, dass das Gestein nicht über eine Seilwinde nach oben gezogen wurde, sodass das die Männern das Gestein jedes Mal auf dem Rücken nach oben tragen mussten. Wie fies ist das denn bitte? Naja egal.
Nach einem richtig schönen Spaziergang sahen wir dann wieder eine Schulklasse. Nicht wirklich schlimm werdet ihr denken. An sich auch wirklich nicht schlimm, wenn uns nicht eines dieser Kinder angesprochen hätte und fragte, ob wir ihm sagen könnten, um welche Burg es sich hier handelte. Das schockierte mich doch schon etwas. Viel schlimmer war jedoch der Nachsatz : Ist das die Wartburg???. Auf die Fragen, ob er das wirklich ernst meinte kam: „Ich bin nicht von hier!“ Was ist das denn für eine Antwort. Leon hat sich dann erbarmt dem Unwissenden zu erklären, wo er sich befindet. Ich sag nur: „Hier ist dein Schild!“

Nach 2,5 Stunden Autobahnfahrt, einem Nahtoderlebnis auf Grund einer Frau mit Handy am Steuer auf der Autobahn bei 130 km/h und einigen Elefantenrennen sind wir dann wieder in Dresden angekommen. Jetzt hieß es nur noch Sachen auspacken (auch schon halb fertig :) ), Essen machen und dann noch den Abschlussbericht schreiben. Nun ist er vorbei unser Urlaub und ich kann ihm das Prädikat SEHR GUT verleihen.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und hoffe, dass ihr unseren nächsten Urlaub wieder mitverfolgt. (Highlight zum im Kalender anstreichen: 2013 Leon & Katha besuchen Onkel Barack im weißen Haus! :))

Winkewinke und noch eine schöne Arbeitswoche (jetzt auch wieder für uns)

Leon & Katha

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Reisetagebuch Harz Teil 3 (21.03.11)

21. März 2011 Keine Kommentare

Hallo an alle,

wir dachten schon, es liest gar niemand unseren Reisebericht. (Danke für den Kommentar Fabian :))

Heute war Brockentag. Nachdem die Kinder von oben gestern mit Ihren Eltern abgereist sind, hatten wir heute morgen keinen Weckdienst außer dem langweiligen Handywecker. Zu meinem Leidwesen kriegt der Leon immer nicht so richtig wach. Daher gab es heute erst eine Stunde später Frühstück, wobei das jetzt kein Weltuntergang war. Frühstück war wieder reichhaltig, sodass wir gut gestärkt um 10 in Richtung Brocken fahren konnten. Ziel der Autofahrt war der große Parkplatz in „Drei Annen Hohne“, der sich sehr gut für den Start eignet. Bis auf eine kleinere Umleitung in Wernigerode war die Anfahrt auch ereignislos. Am Parkplatz angekommen, scheiterten wir wieder einmal am Kleingeld, wobei der Suppenverkäufer uns dann doch Geld wechseln konnte. Wir konnten also unser Auto mit Parkschein ganz sicher abstellen! Danke dafür! :)

Bewaffnet mit unserer wenig glaubhaften Karte (Amazonbewertung habe ich schon geschrieben :)) ging es auf in Richtung Brocken. Planung vorab waren ca. 10 km Aufstieg und eine ruhige Abfahrt mit der Schmalspurbahn. Na dann – Berg heil und los geht’s.

Die ersten 2 Kilometer ging es straff bergan. Der Weg war gut ausgebaut und die Sonne strahlte für uns vom Himmel. Unsere Laune war dementsprechend super. Die Ausschildung war im Gegensatz zur gestrigen Wanderung auch so gut, dass wir fast getrost auf unsere Karte verzichten konnten. An diesem Wanderabschnitt sahen wir doch noch 3 andere Wanderer. (Dies sollten auch die letzten für die nächsten 2 Stunden sein!) Gleichzeitig gab es vereinzelt noch kleinere Schneefelder, die die Sonne in den letzten Tagen noch nicht wegtauen konnte. Nach weiteren 10 Minuten stellte sich dann folgende Herausforderung:

Der erste vollständig zugeschneite Weg! Das war bis hier hin ja noch sehr lustig. Ein wenig Schnee unter den Schuhen und hier und da ein kleines Eisfeld auf dem wir uns mehr rutschend als gehend fortbewegen konnten. Aber eigentlich war es sehr lustig. Allerdings hatten wir die Dichte der Baumkronen und der Schneelasten unterschätzt, sodass wir folgende Bilder eigentlich nicht erwartet hatten:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Lustige war, dass wir uns davon nicht aufhalten lassen haben. Also ging es frisch und fröhlich über Stock und Stein bis wir feststellten, dass wir wiedermal den falschen Weg hatten. Naja eigentlich war es nicht der falsche Weg, weil es laut Ausschilderung schon noch in Richtung Brocken ging. Allerdings erinnerte ich mich an ein „traumatisches“ Kindheitsereignis. Ich war mit meinen Eltern nämlich schonmal in Richtung Brocken unterwegs. (1997 ungefähr) Damals war totales Sauwetter und wir haben auch den falschen Weg eingeschlagen, sodass wir den Brocken nicht erreichten. Flashback zu Ende und zurück in den Gegenwart: Wir nahmen unsere Karte zur Hilfe und fanden heraus, dass wir doch gar nicht so weit vom ursprünglichen Weg entfernt waren. Also weiter auf dem bisher eingeschlagenen Weg (zurück wäre auch nicht wirklich toll gewesen!) und auf in den Kampf. Problem der neuen Route: Wir liefen tiefer als wir es angedacht hatten, sodass eine gestern ja schon geübte Bergkraxelei nicht zu verhindern war. Aber seht selbst:

Nachdem das überstanden war, hatten wir jetzt bereits gut 6 km und 400 der 600 Höhenmeter überwunden. Wir kamen auch sehr schnell auf die Brockenstraße, sodass wir jetzt entgegen unserem eigentlich Vorhabens doch einen größeren Weg auf Asphalt zurücklegen mussten. Das Schlimmste war jedoch, dass uns hier natürlich die „grauen Panther“, die sich mit Ihren Wanderstöcken in die Brockenbahn gesetzt hatten und meinten, sie müssten den Brocken besteigen und dann auf der Brockenstraße ein Stück gehen wollten, entgegen kamen. Mit den Worten meines Lieblingsfilm gesagt: „Klacker“!!! Wer zum Teufel hat bitte diese Wanderstöcke erfunden? Und wer hat den Omis erzählt, dass man die für das Wandern auf asphaltieren Wegen brauchen könnten???

Die letzten Meter waren dann nochmal beschwerlich, da es steil bergan ging. Aber dafür wurden wir mit einer wunderbaren Aussicht belohnt. Um diese Aussicht auch lange genießen zu können, wollten wir uns die Zugkarten gleich kaufen, um dann natürlich auch unser wohlverdientes Mittagessen genießen zu können. Schließlich hatten wir uns gut informiert und wussten, dass die Zugfahrkartenca. 15 EUR pro Nase kosten sollten und mit Karte bezahlt werden konnten. Aber man weiß ja nie, was passiert und so wollten wir unser ganzes Geld (33,50 EUR) natürlich nicht für Essen ausgeben, wenn wir dann laufen mussten. Ist doch logisch oder? Vorallem nach unserem Glück mit den Zahlungsmitteln in den letzten Tagen.

Und jetzt ratet doch mal was passiert ist???

Ja, natürlich konnten die Karten nicht mit Karte bezahlt werden.

Warum???

Keine Ahnung, dass konnte uns die gute Frau auch nicht erklären.

Und was kosteten die Karten????

Ja, 17 EUR pro Stück – nach Adam Ries also 34 EUR.

Und was hatten wir noch an Geld???

50 Cent zu wenig.

Wir hatten uns gerade damit abgefunden, dass aus unserem entspannten Abfahrtsszenario nichts mehr wird – aber die Dame an der Kasse meinte, dass es ja einen Geldautomaten im anderen Gebäude gibt. Jetzt fängt natürlich das Sparkässler-Hirn an zu arbeiten:

1) Warum zu Teufel gibt es denn auf dem Brocken einen Geldautomaten?

Nicht das ich mich beschweren will, aber … naja egal :)

2) Warum funktioniert der Automat, wenn das EC-Cash-Terminal nicht funktioniert?

Eigentlich auch egal, denn er funktionierte und wir bekamen unser Geld,
sodass die Gute Laune gehalten werden konnte.

Noch ein Foto zum Abschied:

Und dann ging es ab in Richtung Auto. Eigentlich hätten wir auch locker den Berg hinab laufen können, aber Leon fährt gern Dampflok und ich bin ja grundsätzlich faul! :)

Fazit der Wanderung: 3 Stunden Wanderung, 1 Stunde Aufenthalt und 45 Minuten Rückfahrt. Ein schöner Urlaubstag.

Nach der Ankunft am Auto passierte nur noch wenig Spannendes. Wir haben die Sauna im Hotel getestet und ein schönes Abendessen genossen. Das nächste große Reiseziel wurde gesetzt und die Rückfahrt für morgen geplant. Ja, der Urlaub ist schon fast wieder vorbei. Morgen geht’s noch zum Kyffhäuser und ich werd jetzt mal die Koffer schon zusammenpacken. Deshalb wünsch ich euch allen eine gute Nacht und einen weiteren schönen Arbeitstag.

Schöne Träumen senden Leon & Katha :)

 

 

 

 

 

 

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Reisetagebuch Harz Teil 2 (20.03.11)

20. März 2011 1 Kommentar

Guten Abend an alle,

viele Grüße aus dem schönen Harz. Nach einer wunderbaren Nacht in super gemütlich Betten, wurden wir um halb 8 von den Kinder über uns aus dem Schlaf getrampelt. Erstmal ganz schön blöd, wenn man die beiden dann sieht, kann ich es ihnen nicht übel nehmen. :D War auch gut so, denn wir hatten ja ein ordentliches Programm.

Nach einem ausführlichen Frühstück mit Brötchen, Wurst, Käse, Rührei, Obst und irgendwann auch Tee und Kaffee ging es um halb 10 auf große Fahrt.

1. Programmpunkt: Iberger Tropfsteinhöhle

Gut eine Stunde Fahrt lag vor uns und damit es für mich als Beifahrer nicht ganz so langweilig wurde, fuhren wir mitten durch den Harz. EIn Großteil dabei auf der Harz-Hoch-Straße. Wer kurvenreiche Straßen mag, der ist hier gut aufgehoben. Wie gut, dass es bei mir nicht so ist! :) Als Entschädigung gab es allerdings tolle Landschaft zu sehen. Sehr eindrucksvoll: Ein noch komplett zugefrorener See. Leider gibt’s davon keine Bilder :( (Die Speicherkarte steckte nämlich im Laptop!)

Am Ende der Fahrt, bei der unser Navi sich nicht mit Ruhm bekleckert hat, kamen wir dann kurz vor Beginn der ersten Führung in der Tropfsteinhöhle an. Zu dieser Höhle an sich ist zu sagen, dass es eine Zusatzausstellung über die ältesten Bronzezeit-Menschen gibt. Sehr interessant, was die Wissenschaft heute alles herausfinden kann. Wer kann schon behaupt, er kennt seine Bronzezeit-Großvater? Die Tropfsteinhöhle war auch sehr interessant, allerdings war die Führung jetzt nicht wirklich der Hammer. Naja – wir haben es mal gesehen :) Geblendet vom Sonnenschein verließen wir die Höhle und machten uns auf den Weg zum nächsten Programmpunkt.

2.Programmpunkt: Hexentanzplatz Thale

Heute war Einwandern für die große Brockentour morgen angesetzt. Daher hatten wir die Idee uns Hexentanzplatz und Rosstrappe anzuschauen und noch eine kleine Runde zu drehen. Aber es kommt halt nicht alles, wie man sich das wünscht. Nachdem wir über eine wunderbar leere und gut ausgebaute Schnellstraße durch den halben Harz gesaust sind, kamen wir in Thale an. Wir hatten uns einen Parkplatz nahe dem Hexentanzplatz ausgesucht (zumindest laut unserer „tollen“ Kompass-Wanderkarte). Was wir nicht wussten: Der Parkplatz schloß sich nahtlos an den Hexentanzplatz an. Schonmal eher suboptimal. Nach einem kleinen Imbiss (lecker Bratwurst :)) ging es dann frisch gestärkt voran. Allerdings verunsicherten uns die wenig wanderlustigen Harzbewohner mit den Angaben zu unserer Reiseroute. Gerüchteweise hatten wir gehört, dass es auf Grund eines Erdrutsches keine Verbindung zwischen Hexentanzplatz und Rosstrappe gibt. Die auf der Karte sehr angenehm eingezeichnete Verbindung war unser Favourit gewesen. Aber wir sind ja nicht unkommunikativ, also fragten wir die Einheimischen. Der Parkplatzwärter meinte: „Das weiß ich nicht, ich bin kein Wanderer.“ Der Mann an der Bobbahn versicherte uns, enttäuscht, dass wir keine Tickets kaufen wollten: „Das ist doch schon mindestens 9 Monate her. Da könnt ihr gern langgehen, wenn ihr unbedingt laufen wollt.“ (Man muss dazusagen, dass es für diese Strecke auch Seilbahnen gibt!)

Irgendwie wurden wir das Gefühl nicht los, dass die Anhaltiner nicht so wanderfreudig sind, wie wir Sachsen. Kurze Statistik am Rande: auf unserer Wanderung sahen wir, 12 Wanderer, 10 Leute (Personen, die meinten, man könnte auch mit Turnschuhen oder Stoffschuhen auf Berge klettern) und 7 Kletterer.

Jetzt sollte es doch endlich losgehen. Allerdings war die Ausschilderung doch eher dürftig und typografisch äußerst schlecht gemacht. Ich glaube, wir Sachsen sind echt verwöhnt, was gutes Kartenmaterial und gute Wanderwege angeht. Nachdem wir den Abstieg in Richtung Bodetal gefunden hatten, ging es ca. 30 Minuten lang bergab. Ganz schön blödsinnig, wenn man bedenkt, dass man das Ganze ja wieder hoch laufen will, aber egal! :) Unten angekommen, erfuhren wir, dass unsere Wanderroute doch nicht begangen werden kann. Erdrutsch. Also wurde schnell ein Plan B entwickelt: Wanderung durchs Bodetal. Auf Grund der schwindenden Zeit entschieden wir uns, einen auf der schon erwähnten Karte eingezeichneten Fahrweg einzuschlagen. Leider stellte sich der Fahrweg nicht als Fahrweg heraus, sodass wir irgendwo im nirgendwo einfach mal ca. 300 Höhenmeter den Berg hochkrochen. Nachdem wir doch endlich irgenwann auf die Kuppe kamen, fanden wir auch einen Forstweg, der ja irgendein Ziel haben musste. Glücklicherweise führte dieser auch zu unserer Ausgangsposition zurück. Fazit der Wanderung: Katastrophale Karte, Schlechte Wanderwege und total erschöpfte Wanderer. Insgesamt doch keine schlechte Bilanz nach 4 Stunden einwandern oder?

Nach einer Dusche und einem super Abendessen in unserem Hotel sind wir nun bettfertig und der ein oder andere schläft auch schon. Deshalb wünsche ich euch allen jetzt einen gute Nacht und einen schönen Arbeitstag morgen. Wir denken an euch, wenn wir uns den Berg hochquälen! :)

Viele Urlaubsgrüße

Katha & Leon

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Reisetagebuch Harz Teil 1 (19.03.11)

19. März 2011 Keine Kommentare

Hallo an alle,

Leon und ich sind momentan im Urlaub und den wollen wir euch allen zeigen! (Bei dem schönen Wetter werdet ihr echt neidisch werden :D – Danke Sandra für’s Daumendrücken!!!)

Nachdem gestern das Wetter ja eher mies war und die Wetteraussichten für die Woche wesentlich besser aussahen, änderten wir gestern abend spontan unsere Reisepläne, sodass wir anstatt heute über den Kyffhäuser zu fahren, doch direkt nach Wernigerode fuhren. Gesagt – getan.  Bei doch eher mäßigem Wetter, aber ohne Regen, fuhren wir halb 10 in Dresden los. Doch schon vor Leipzig (in der langen 60 km/h-Baustelle :P) lichteten sich die Wolken und die liebe Sonne ließ sich blicken. Je weiter wir nach Norden kamen, desto besser wurde das Wetter, sodass wir hier in Wenigerode bei warmen 15 Grad ankamen.

Nun hieß es nur – Hotel suchen. Danke Google Maps – das die Straße nicht kannte! – aber doch eine gewisse Richtung wies,  hatte ich doch Zweifel an unserer Wahl. Es ging durch ein Wohnblockgebiet feinster DDR-Bauweise. Was hat das mit „Am Schlosspark“ zu tun, wo sich das Schloß doch immer weiter entfernt?, dachte ich mir. Aber ich hatte mich geirrt. Wir haben einen wunderschönen Ausblick auf den Wald. Noch ohne Blätter, aber trotzdem sehr schön! Einchecken war gar kein Problem und nach dem Autoauspacken sollte das Kulturprogramm beginnen.


1. Programmpunkt: Glasmanufaktur

Sehr tolles Erlebnis – kann man nur empfehlen. Wusstet ihr, dass gelbes Glas mit Mehl eingefärbt wird? Wieder was gelernt, sag ich nur!

2. Programmpunkt: Baumkuchenbäckerei mit Schaubacken

Hmm, was soll man dazu sagen. War informativ. Leider konnten wir keinen Baumkuchen essen, da dieser Touristenmagnet leider keine Kartenzahlung anbot. Wie wir Großstädter so sind, sind wir ohne Bargeld aufgebrochen -> Fazit: Loch im Bauch und sauer, weil unterzuckert, ging es in Richtung Innenstadt

3. Programmpunkt: Innenstadt Wernigerode

Erster positiver Auftritt der Stadt: Die Parkautomaten konnte man mit geladener Chipkarte bezahlen. Bei schönstem Sonnenschein wanderten wir durch die Innenstadt. Zwischendurch fanden wir auch einen Geldautomaten und das war auch gut so. Denn auch im Restaurant „Hexenkessel“ war wieder keine Kartenzahlung möglich. Irgendwie ist das hier alles sehr merkwürdig!

Als letztes ging es jetzt noch auf einen kurzen Spaziergang durch den Schloßpark. Kurz bedeutet in dem Fall ca. 1,5 Stunden. Es ist echt wahnsinn, wie viele verschiedene Wanderwege es in diesem kleinen Park gibt.

 

Jetzt ist nun auch Schlafenszeit. Beziehungsweise erstmal noch Wanderplanung für morgen – wir wünschen eine gute Nacht und euch genauso viel Sonnenschein wie uns.

Viele Grüße

Katha & Leon

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