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Hochzeitsreise Tag 19 – Everglades

Gestern gabs leider keinen Blogeintrag, wir waren einfach zu fertig. Wir haben gestern unsere neugewonnene Mobilität genutzt und den Everglades Nationalpark besucht. Als erstes haben wir einen kleinen Trail (eine Art hohe Stege oder Brücken die in einem Rundweg über den Sumpf führen) in der Nähe des Parkeingangs angesteuert. Dabei wäre mir beinahe eine wunderschöne Schildkröte vors Auto gelaufen, die wir uns dann erstmal genauer angesehen haben. Kein Problem einfach mal 5 min mitten auf der Straße stehenzubleiben. Es war nämlich fast nix los im Park. Man konnte 10 Mielen fahren ohne Menschen zu sehen, einfach nur endlose Wildnis. Dann sind wir zu einer weiter südliche gelegenen Station namens „Flamingo“ gefahren. Da gabs Benzin fürs Auto (nach immerhin 90 Meilen von Miami und den 250 Meilen vom Vortag war der Tank leer) und für uns was zu Essen (eingeschweißte Sandwiches). Es ist erstaunlich wie wenig touristische Infrastruktur es im Park gibt. Flamingo ist der einzige Ort im Park wo man beides bekommt. Mehr ist nicht. Mit dem deutschen Verständnis von Nationalpark hätte man schon mindestens nen McDonalds erwartet :-) Leider tun das auch einige und wir konnten uns für ein anderes deutsches Urlauberpaar fremdschämen, die genau das lautstark beklagt haben.

Nach dem „Mittagessen“ haben wir zwei Seekühe bestaunt die im Hafenbecken ne Touristenshow gegeben haben. Dann begann auch schon unsere Bootsrundfahrt. Dabei ging es erst durch einen künstlichen Kanal in die Coot Bay und dann weiter in die Whitewater Bay und zurück. Dabei gab es Mangrovenwälder, Zypressen, Mahagonibäume, ganz giftige Machinelbäume, unzählige Vögel sowie je zwei Krokodille und Alligatoren zu sehen. Ein recht ausgewachsener Alligator (~3 m) ist ne ganze weile direkt neben unserem Boot geschwommen!

Das war alles sehr beeindruckend und auch etwas einschüchternd. Als zivilisationsverwöhnter Europäer würde man es hier wahrschinlich nicht lange machen (die 10 Arten von Gift- und Würgeschlangen haben wir zwar nicht gesehen, sie sind aber da). Da waren wir ganz froh trockenen Fußes wieder an Land zu kommen und sind zu Anhinga Trail gefahren. Diesen mussten wir jedoch im Schnelldurchgang absolvieren weil inzwischen ein gigantisches Gewitter vom Golf von Mexico herangezogen war (wesentlich heftiger als was man so aus Deutschland kennt).

Die eigentliche Herausforderung war dann allerdings die Heimfahrt. Im Feierabendverkehr, im dunkeln, bei Regen über vierstöckige Autobahnkreuze. Besondere Features: stellenweise 8 Fahrspuren mit Abfahrten abwechselnd zu beiden Seiten, rechts Überholen ist erlaubt und wird auch fleißig gemacht. Nach einigen Extrarunden sind wir dann doch noch im Hotel angekommen und völlig geschafft in unser Bett gefallen.

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