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Reisetagebuch Harz Teil 3 (21.03.11)

Hallo an alle,

wir dachten schon, es liest gar niemand unseren Reisebericht. (Danke für den Kommentar Fabian :))

Heute war Brockentag. Nachdem die Kinder von oben gestern mit Ihren Eltern abgereist sind, hatten wir heute morgen keinen Weckdienst außer dem langweiligen Handywecker. Zu meinem Leidwesen kriegt der Leon immer nicht so richtig wach. Daher gab es heute erst eine Stunde später Frühstück, wobei das jetzt kein Weltuntergang war. Frühstück war wieder reichhaltig, sodass wir gut gestärkt um 10 in Richtung Brocken fahren konnten. Ziel der Autofahrt war der große Parkplatz in „Drei Annen Hohne“, der sich sehr gut für den Start eignet. Bis auf eine kleinere Umleitung in Wernigerode war die Anfahrt auch ereignislos. Am Parkplatz angekommen, scheiterten wir wieder einmal am Kleingeld, wobei der Suppenverkäufer uns dann doch Geld wechseln konnte. Wir konnten also unser Auto mit Parkschein ganz sicher abstellen! Danke dafür! :)

Bewaffnet mit unserer wenig glaubhaften Karte (Amazonbewertung habe ich schon geschrieben :)) ging es auf in Richtung Brocken. Planung vorab waren ca. 10 km Aufstieg und eine ruhige Abfahrt mit der Schmalspurbahn. Na dann – Berg heil und los geht’s.

Die ersten 2 Kilometer ging es straff bergan. Der Weg war gut ausgebaut und die Sonne strahlte für uns vom Himmel. Unsere Laune war dementsprechend super. Die Ausschildung war im Gegensatz zur gestrigen Wanderung auch so gut, dass wir fast getrost auf unsere Karte verzichten konnten. An diesem Wanderabschnitt sahen wir doch noch 3 andere Wanderer. (Dies sollten auch die letzten für die nächsten 2 Stunden sein!) Gleichzeitig gab es vereinzelt noch kleinere Schneefelder, die die Sonne in den letzten Tagen noch nicht wegtauen konnte. Nach weiteren 10 Minuten stellte sich dann folgende Herausforderung:

Der erste vollständig zugeschneite Weg! Das war bis hier hin ja noch sehr lustig. Ein wenig Schnee unter den Schuhen und hier und da ein kleines Eisfeld auf dem wir uns mehr rutschend als gehend fortbewegen konnten. Aber eigentlich war es sehr lustig. Allerdings hatten wir die Dichte der Baumkronen und der Schneelasten unterschätzt, sodass wir folgende Bilder eigentlich nicht erwartet hatten:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Lustige war, dass wir uns davon nicht aufhalten lassen haben. Also ging es frisch und fröhlich über Stock und Stein bis wir feststellten, dass wir wiedermal den falschen Weg hatten. Naja eigentlich war es nicht der falsche Weg, weil es laut Ausschilderung schon noch in Richtung Brocken ging. Allerdings erinnerte ich mich an ein „traumatisches“ Kindheitsereignis. Ich war mit meinen Eltern nämlich schonmal in Richtung Brocken unterwegs. (1997 ungefähr) Damals war totales Sauwetter und wir haben auch den falschen Weg eingeschlagen, sodass wir den Brocken nicht erreichten. Flashback zu Ende und zurück in den Gegenwart: Wir nahmen unsere Karte zur Hilfe und fanden heraus, dass wir doch gar nicht so weit vom ursprünglichen Weg entfernt waren. Also weiter auf dem bisher eingeschlagenen Weg (zurück wäre auch nicht wirklich toll gewesen!) und auf in den Kampf. Problem der neuen Route: Wir liefen tiefer als wir es angedacht hatten, sodass eine gestern ja schon geübte Bergkraxelei nicht zu verhindern war. Aber seht selbst:

Nachdem das überstanden war, hatten wir jetzt bereits gut 6 km und 400 der 600 Höhenmeter überwunden. Wir kamen auch sehr schnell auf die Brockenstraße, sodass wir jetzt entgegen unserem eigentlich Vorhabens doch einen größeren Weg auf Asphalt zurücklegen mussten. Das Schlimmste war jedoch, dass uns hier natürlich die „grauen Panther“, die sich mit Ihren Wanderstöcken in die Brockenbahn gesetzt hatten und meinten, sie müssten den Brocken besteigen und dann auf der Brockenstraße ein Stück gehen wollten, entgegen kamen. Mit den Worten meines Lieblingsfilm gesagt: „Klacker“!!! Wer zum Teufel hat bitte diese Wanderstöcke erfunden? Und wer hat den Omis erzählt, dass man die für das Wandern auf asphaltieren Wegen brauchen könnten???

Die letzten Meter waren dann nochmal beschwerlich, da es steil bergan ging. Aber dafür wurden wir mit einer wunderbaren Aussicht belohnt. Um diese Aussicht auch lange genießen zu können, wollten wir uns die Zugkarten gleich kaufen, um dann natürlich auch unser wohlverdientes Mittagessen genießen zu können. Schließlich hatten wir uns gut informiert und wussten, dass die Zugfahrkartenca. 15 EUR pro Nase kosten sollten und mit Karte bezahlt werden konnten. Aber man weiß ja nie, was passiert und so wollten wir unser ganzes Geld (33,50 EUR) natürlich nicht für Essen ausgeben, wenn wir dann laufen mussten. Ist doch logisch oder? Vorallem nach unserem Glück mit den Zahlungsmitteln in den letzten Tagen.

Und jetzt ratet doch mal was passiert ist???

Ja, natürlich konnten die Karten nicht mit Karte bezahlt werden.

Warum???

Keine Ahnung, dass konnte uns die gute Frau auch nicht erklären.

Und was kosteten die Karten????

Ja, 17 EUR pro Stück – nach Adam Ries also 34 EUR.

Und was hatten wir noch an Geld???

50 Cent zu wenig.

Wir hatten uns gerade damit abgefunden, dass aus unserem entspannten Abfahrtsszenario nichts mehr wird – aber die Dame an der Kasse meinte, dass es ja einen Geldautomaten im anderen Gebäude gibt. Jetzt fängt natürlich das Sparkässler-Hirn an zu arbeiten:

1) Warum zu Teufel gibt es denn auf dem Brocken einen Geldautomaten?

Nicht das ich mich beschweren will, aber … naja egal :)

2) Warum funktioniert der Automat, wenn das EC-Cash-Terminal nicht funktioniert?

Eigentlich auch egal, denn er funktionierte und wir bekamen unser Geld,
sodass die Gute Laune gehalten werden konnte.

Noch ein Foto zum Abschied:

Und dann ging es ab in Richtung Auto. Eigentlich hätten wir auch locker den Berg hinab laufen können, aber Leon fährt gern Dampflok und ich bin ja grundsätzlich faul! :)

Fazit der Wanderung: 3 Stunden Wanderung, 1 Stunde Aufenthalt und 45 Minuten Rückfahrt. Ein schöner Urlaubstag.

Nach der Ankunft am Auto passierte nur noch wenig Spannendes. Wir haben die Sauna im Hotel getestet und ein schönes Abendessen genossen. Das nächste große Reiseziel wurde gesetzt und die Rückfahrt für morgen geplant. Ja, der Urlaub ist schon fast wieder vorbei. Morgen geht’s noch zum Kyffhäuser und ich werd jetzt mal die Koffer schon zusammenpacken. Deshalb wünsch ich euch allen eine gute Nacht und einen weiteren schönen Arbeitstag.

Schöne Träumen senden Leon & Katha :)

 

 

 

 

 

 

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