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Reisetagebuch Harz Teil 2 (20.03.11)

Guten Abend an alle,

viele Grüße aus dem schönen Harz. Nach einer wunderbaren Nacht in super gemütlich Betten, wurden wir um halb 8 von den Kinder über uns aus dem Schlaf getrampelt. Erstmal ganz schön blöd, wenn man die beiden dann sieht, kann ich es ihnen nicht übel nehmen. :D War auch gut so, denn wir hatten ja ein ordentliches Programm.

Nach einem ausführlichen Frühstück mit Brötchen, Wurst, Käse, Rührei, Obst und irgendwann auch Tee und Kaffee ging es um halb 10 auf große Fahrt.

1. Programmpunkt: Iberger Tropfsteinhöhle

Gut eine Stunde Fahrt lag vor uns und damit es für mich als Beifahrer nicht ganz so langweilig wurde, fuhren wir mitten durch den Harz. EIn Großteil dabei auf der Harz-Hoch-Straße. Wer kurvenreiche Straßen mag, der ist hier gut aufgehoben. Wie gut, dass es bei mir nicht so ist! :) Als Entschädigung gab es allerdings tolle Landschaft zu sehen. Sehr eindrucksvoll: Ein noch komplett zugefrorener See. Leider gibt’s davon keine Bilder :( (Die Speicherkarte steckte nämlich im Laptop!)

Am Ende der Fahrt, bei der unser Navi sich nicht mit Ruhm bekleckert hat, kamen wir dann kurz vor Beginn der ersten Führung in der Tropfsteinhöhle an. Zu dieser Höhle an sich ist zu sagen, dass es eine Zusatzausstellung über die ältesten Bronzezeit-Menschen gibt. Sehr interessant, was die Wissenschaft heute alles herausfinden kann. Wer kann schon behaupt, er kennt seine Bronzezeit-Großvater? Die Tropfsteinhöhle war auch sehr interessant, allerdings war die Führung jetzt nicht wirklich der Hammer. Naja – wir haben es mal gesehen :) Geblendet vom Sonnenschein verließen wir die Höhle und machten uns auf den Weg zum nächsten Programmpunkt.

2.Programmpunkt: Hexentanzplatz Thale

Heute war Einwandern für die große Brockentour morgen angesetzt. Daher hatten wir die Idee uns Hexentanzplatz und Rosstrappe anzuschauen und noch eine kleine Runde zu drehen. Aber es kommt halt nicht alles, wie man sich das wünscht. Nachdem wir über eine wunderbar leere und gut ausgebaute Schnellstraße durch den halben Harz gesaust sind, kamen wir in Thale an. Wir hatten uns einen Parkplatz nahe dem Hexentanzplatz ausgesucht (zumindest laut unserer „tollen“ Kompass-Wanderkarte). Was wir nicht wussten: Der Parkplatz schloß sich nahtlos an den Hexentanzplatz an. Schonmal eher suboptimal. Nach einem kleinen Imbiss (lecker Bratwurst :)) ging es dann frisch gestärkt voran. Allerdings verunsicherten uns die wenig wanderlustigen Harzbewohner mit den Angaben zu unserer Reiseroute. Gerüchteweise hatten wir gehört, dass es auf Grund eines Erdrutsches keine Verbindung zwischen Hexentanzplatz und Rosstrappe gibt. Die auf der Karte sehr angenehm eingezeichnete Verbindung war unser Favourit gewesen. Aber wir sind ja nicht unkommunikativ, also fragten wir die Einheimischen. Der Parkplatzwärter meinte: „Das weiß ich nicht, ich bin kein Wanderer.“ Der Mann an der Bobbahn versicherte uns, enttäuscht, dass wir keine Tickets kaufen wollten: „Das ist doch schon mindestens 9 Monate her. Da könnt ihr gern langgehen, wenn ihr unbedingt laufen wollt.“ (Man muss dazusagen, dass es für diese Strecke auch Seilbahnen gibt!)

Irgendwie wurden wir das Gefühl nicht los, dass die Anhaltiner nicht so wanderfreudig sind, wie wir Sachsen. Kurze Statistik am Rande: auf unserer Wanderung sahen wir, 12 Wanderer, 10 Leute (Personen, die meinten, man könnte auch mit Turnschuhen oder Stoffschuhen auf Berge klettern) und 7 Kletterer.

Jetzt sollte es doch endlich losgehen. Allerdings war die Ausschilderung doch eher dürftig und typografisch äußerst schlecht gemacht. Ich glaube, wir Sachsen sind echt verwöhnt, was gutes Kartenmaterial und gute Wanderwege angeht. Nachdem wir den Abstieg in Richtung Bodetal gefunden hatten, ging es ca. 30 Minuten lang bergab. Ganz schön blödsinnig, wenn man bedenkt, dass man das Ganze ja wieder hoch laufen will, aber egal! :) Unten angekommen, erfuhren wir, dass unsere Wanderroute doch nicht begangen werden kann. Erdrutsch. Also wurde schnell ein Plan B entwickelt: Wanderung durchs Bodetal. Auf Grund der schwindenden Zeit entschieden wir uns, einen auf der schon erwähnten Karte eingezeichneten Fahrweg einzuschlagen. Leider stellte sich der Fahrweg nicht als Fahrweg heraus, sodass wir irgendwo im nirgendwo einfach mal ca. 300 Höhenmeter den Berg hochkrochen. Nachdem wir doch endlich irgenwann auf die Kuppe kamen, fanden wir auch einen Forstweg, der ja irgendein Ziel haben musste. Glücklicherweise führte dieser auch zu unserer Ausgangsposition zurück. Fazit der Wanderung: Katastrophale Karte, Schlechte Wanderwege und total erschöpfte Wanderer. Insgesamt doch keine schlechte Bilanz nach 4 Stunden einwandern oder?

Nach einer Dusche und einem super Abendessen in unserem Hotel sind wir nun bettfertig und der ein oder andere schläft auch schon. Deshalb wünsche ich euch allen jetzt einen gute Nacht und einen schönen Arbeitstag morgen. Wir denken an euch, wenn wir uns den Berg hochquälen! :)

Viele Urlaubsgrüße

Katha & Leon

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  1. 21. März 2011, 18:37 | #1

    Huhu ihr Wandersleut,

    da habt ihr ja schön viel Erlebt gestern und vier Stunden Einwandern ist auch nicht ohne. ,)

    Dann wünsche ich euch noch viel Spaß und schreibt weiter fleißig, es ließt sich super. :D

    Grüße
    Fabian

  1. 20. September 2011, 16:56 | #1

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